Montag, 5. Juli 2010

Die letzten Tage

Wenn ich meinen letzten Eintrag so lese, dann hat sich das bewahrheitet, was jemand als Kommentar schrieb: auf Regen folgt immer Sonne. Und so ist es auch.

Klar, mein Hundchen ist nicht wieder lebendig, aber es wird doch leichter, damit klar zu kommen. Auch wenn mir hin und wieder Tränen in die Augen schiessen, wenn ich an ihn denke. Die schlimmste Herausforderung kommt aber noch: Besuch bei Mama. Dort, wo mein Hundchen immer war, wo er sich morgens zu mir ins Gästebett gekuschelt hat und so. Das wird sicher nochmal schlimm.

Alles andere hat sich aber in Luft aufgelöst. Der Workshop war super. Wir waren zwei Tage in einem 4-Sterne-Resort am See und es war toll. Das Wetter war schön, der Workshop interessant und ich habe viel mitgenommen. Neben der Arbeit waren wir Boot fahren, haben schön gefeiert und ich hatte Gelegenheit, einige meiner neuen Kollegen gleich mal besser kennen zu lernen. Hat wirklich Spass gemacht und die Zeit verging wie im Flug.

Im Anschluss daran war ich noch bei meinem Papa, der dort in der Nähe wohnt. Und was hat der? Drei Katzenbabies. Ich hab ja gedacht, ich fall um. Soooo süße, kleine Racker. Am liebsten hätte ich sie mitgenommen und trennen konnte ich mich von denen auch nicht. Kleine Maine Coone Mix Babies. Soooo drollig.

Ja und dann gings ja los Richtung Pfalz. Der Besuch bei den Schwiegereltern war kurz und hat gereicht. Es wird auch im Laufe der Zeit nicht einfacher. Aus irgendeinem Grund fühl ich mich da nicht wohl, obwohl ich die Beiden so gerne mag und die auch superlieb zu mir sind. Ich verstehe es auch nicht.

Dann weiter Richtung Koblenz, wo ja die Hochzeitsfeier stattfand. Der Bräutigam hatte uns eine Pension empfohlen, die das Grauen war. Aber wir haben ja nur kurz dort geschlafen. Die Feier ging schon nachmittags los und es war brütend heiß. Aber was für eine Location. Die haben eine kleine Insel im Rhein gemietet, wo gefeiert wurde - echt toll.
Die Zeit verging auch da wie im Flug. Habe einige neue Leute kennen gelernt, von denen ich echt angetan war. Mal sehen, wer sein Versprechen wahr macht und uns besuchen kommt.

Am nächsten Tag sind wir dann nach Frankreich aufgebrochen. Trotz großer Mengen Alkohol am Vortag waren wir nicht verkatert. Das war gut, denn es war nach wie vor ultraheiß. Aber wem erzähl ich das... war ja überall so. In Metz angekommen haben wir unser Hotel bezogen, was ganz süß war, aber leider an einer megalauten Straße lag. Der Ort an sich ist ja wirklich bezaubernd. Ich liebe Frankreich.. im Gegensatz zu Schatzi. Er brauchte eine Weile, um sich wohl zu fühlen. Achtelfinale war leider nicht so dolle. Die Franzosen waren jetzt nicht so euphorisch über unseren Sieg! Nach zwei Tagen hatten wir in Metz alles Wichtige gesehen und es ging weiter nach Luxemburg, genauer nach Esch-Zur-Alzette. Und auch wenn ich nicht gerne shoppe: DORT würde ich gern mal shoppen! Diese Meile hat mich echt erstaunt. Und überall war Sale... wahhaaaa!

Da wir aber noch von den zwei Tagen Metz total müde und fertig waren, sind war mittags in unser Zimmer zurück - ein supertolles und ruhiges Zimmer - und haben ein Nickerchen gehalten. Dann war es auch schon Zeit für das Konzert. Suicidal Tendencies haben dort gespielt, das war auch der Grund des Zwischenstopps. Wir also zur Kulturfabrik gelaufen, wo auch ein nettes kleines Restaurant war. Top-Preise hatten die, das teuerste Abendessen seit langem! :o))
Dann durfte ich noch die erste Halbzeit des Portugal-Spiels gucken und denne ging das Konzi los... war nicht schlecht, aber leider war es nicht wirklich voll. Hat uns aber nicht gestört.. wir haben trotzdem gut gerockt. War ein schöner Abend.

Am Mittwoch ging es dann wieder nach Berlin. 850 Kilometer bei 30°C in einem Auto ohne Klimaanlage. Ich war fix und fertig als wir zu Hause ankamen. Eigentlich wollte ich noch meine Präsentation für die Abschlussprüfung am nächsten Tag machen, aber ich war einfach durch. Auch das frühe Aufstehen am Donnerstag hat nicht so gut geklappt wie geplant. :o)
Und dann waren da noch Schatzis Pläne: er wollte noch den alten TV-Schrank entsorgen, einkaufen gehen und mein Auto musste ich auch noch aus der Werkstatt holen. Als wir dann fast eine Stunde im Stau standen, sind mir ein wenig die Nerven durchgegangen, denn ich hatte in wenigen Stunden die Prüfung und noch keinen Fatz vorbereitet.
Naja, irgendwann war ich dann zu Hause, habe die Präsentation in den Rechner gehackt, hab das ganze noch dreimal durchprobiert und dann musste ich los. Ich war mir sicher, dass ich das total verhauen werde! Wenigstens hatte ich mir auf der Rückfahrt von Luxemburg meine Diplomarbeit nochmal durchgelesen.

Bei der Prüfung waren dann noch zwei weitere Mädels, die auch noch anfangen wollten. War mir dann auch schon egal. Als ich dann dran war, ging alles irgendwie einfach. Ich hab das Ding runtergerockt und konnte alle Fragen souverän beantworten. Wer hätte das gedacht?
Es gab drei Noten: schriftlich 1,7; mündlich 1,0 und für das separate Exposé ne 1,3. Damit komme ich im Schnitt auf 1,5! Und das ist mal so Klasse, denn ich habe mit ner 3 oder so gerechnet. Schliesslich habe ich die Arbeit in Summe in wenigen Tagen geschrieben. (Die Zeit, die ich planlos vorm Rechner saß, nicht mit eingerechnet ;o))
Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich war... und nu bin ich fertig. Nie mehr abends in der Uni rumsitzen, nie mehr ein schlechtes Gewissen haben, weil ich wieder viel zu spät angefangen habe zu lernen... nie mehr dieses permanente Gefühl, "noch was zu tun zu haben". Det is saugeil!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Darauf habe ich mir abends auch den einen oder anderen Prosecco genehmigt! Und hatte ja drei Tage vor mir, wo ich ausführlich feiern konnte.

Denn am Freitag gings aufs With Full Force - unser Lieblingsfestival. Natürlich wieder ganz Spießer im Hotel. Zeltplatz ist für mich einfach nichts mehr. Bin ja schon alt. :o))
Und es war heiß... sooooo heiß. Der Freitag war noch gut. Da haben einige Bands gespielt, die ich gerne mag - vor allem meine Helden Sick Of It All und Wisdom In Chains. Der Samstag war nicht gut... gar nicht gut. Also so ging es gut, aber die Bands haben mich an diesem Tag nicht wirklich interessiert.
Viertelfinale haben wir da geguckt und das war die Hölle. Mit Tausenden in der prallen Sonne sitzen... bewegen konnte man sich kaum, der Hintern tat nach zehn Minuten weh... es war die Hölle. Aber das Ergebnis war ein Traum. Haben dieses auch noch eine Weile gefeiert und sind dann schon total früh ins Hotel. Ich glaub, wir waren schon um kurz nach 22 Uhr wieder da. Haben dort noch ein bissi vom Spanien-Spiel geguckt und haben noch gequatscht. (es war noch nen Kumpel mit)
Sonntag hatte ich dann schon gar keine Lust mehr. Wenig Schlaf, da auch dieses Hotel an einer lauten Straße war, wo auch noch Stadtfest war, dazu die Hitze.... keinen Bock mehr. Aber was muss, das muss. Also haben wir den Sonntag auch noch überstanden. Dummerweise hat mir ein Becher Erdbeer-Bowle das Genick gebrochen. Aber nach nem kurzen Nickerchen war ich wieder fit. :o)) Das ist mir vorher auch noch nicht passiert......

Gestern die Heimfahrt war dann ganz gut und nun habe ich aber auch erstmal genug vom Reisen. War alles ganz schön anstrengend, aber hat auch viel Spass gemacht.
Nun habe ich hier erstmal ne ganze Menge nachzulesen - hoffentlich schaffe ich das morgen!

Ach, und falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte: mein Studium ist fertig!!!! :o)