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Mittwoch, 24. Februar 2010

Frühlingssehnsucht

Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die es kaum noch erwarten kann, dass sich endlich der Frühling breit macht, aber bei mir ist dieses Gefühl momentan so stark ausgeprägt, dass ich den Frühling gestern schon riechen konnte. Scheint aber eine Täuschung gewesen zu sein, denn heute fallen schon wieder dicke Schneeflocken vom Himmel. Ich dachte heute Morgen, ich guck nicht richtig.
Kaum am Auto, hab ich mich auch noch fast auf die Nase gelegt, als ich es vom Schnee befreien wollte. Ehrlich, ich hab es so satt.

Allerdings hilft mir diese Sehnsucht dabei, zu Hause alles auf Vordermann zu bringen. Mache gerade jeden Tag irgendwas, was am Ende als Frühjahrsputz zusammengefasst werden kann. Also Dinge, die beim üblichen Putzprogramm nicht gemacht werden: Papier sortieren und ausmisten, Klamotten sortieren und ausmisten, und und und... was da nicht so alles anfällt. Und wieviel Mist man so rumliegen hat, ist auch unglaublich.
Demnächst wird unsere Bude gestrichen. Arbeitszimmer soll jetzt am Wochenende fallen. Hab auch neue Möbel bestellt, aber die kommen erst in ca. 4 Wochen. Das ist ja nix für mich, denn ich will immer alles sofort haben. Aber außer bei Ikea klappt das kaum und mit Ikea bin ich eigentlich ziemlich durch! Ist einfach nicht mehr mein Laden...

Und ich hab scheinbar auch schon Frühlingsgefühle, denn ich bin grad wie frisch verliebt in mein Schätzchen. Allein beim Gedanken an ihn kriege ich Bauchkribbeln und ich freue mich schon auf das Wochenende, wo wir wieder viel Zeit miteinander verbringen werden.

Was gar nicht läuft, ist das Projekt ABNEHMEN. Selbst mit Disziplin und Sport geht nicht viel - das frustriert und sorgt für vermehrte Ausrutscher. Nun habe ich das ganz harte Programm gestartet... 3 Tage nur SlimFast, Joghurt und Obst. Heute ist mein zweiter Tag! Gestern lief sehr gut... heute und morgen hoffentlich auch. Vielleicht hänge ich dann sogar noch einen Tag dran. Ich brauche unbedingt ein deutliches Erfolgserlebnis. Selbst wenn es nur von kurzer Dauer sein sollte. ;o)

So - von mir aus kann es nun Frühling werden.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Hmmmm...

Irgendwie bin ich heute ein bisschen verwirrt... seit gestern Abend eigentlich.

Hatte mal wieder ein ausgiebiges Telefonat mit meinem besten Freund T. Wenn ich sage bester Freund, dann meine ich das auch... wir kennen uns schon von der Schule, hatten denselben Weg, haben meist zusammen gesessen, auf dem Heimweg ewig draussen gestanden und gequatscht, zu Hause angekommen, zum Telefon gegriffen und ihn angerufen, alles zusammen unternommen (mit anderen natürlich) usw. Wir sehen uns nur sehr selten, aber wenn, dann ist es so als würden wir uns ständig sehen. Zwischen uns passt kein Blatt - wir sind wie Arsch auf Eimer und er ist echt wichtig für mich und ich auch für ihn.
Um es gleich vorweg zu nehmen: ja, das mit der Beziehung haben wir auch schon zwei-, dreimal probiert, aber das wäre alles viel zu kompliziert zu erzählen...

Also wie gesagt, wir haben gestern telefoniert... und er erzählte mir zum wiederholten Male von seinen Problemen mit seiner Freundin. Er will nicht mit ihr zusammen ziehen, sie will Kinder, er nicht, sie will heiraten, er nicht. Zusammen sind sie jetzt schon seit 6 Jahren! Doch irgendwie wird das da nix so richtig. Und er ist auch nicht unglücklich deswegen.
Und nun zu dem, was mich verwirrt: ich bin erleichtert drüber. Ich musste mir gestern eingestehen, dass ich mich gefreut habe, dass er sich nach wie vor nicht so richtig auf sie einlassen kann.

Dabei bin ich doch glücklich mit meinem Schätzchen und ich könnte mir T. auch nie und nimmer als Partner vorstellen. Ich wünsche ihm alles Glück dieser Welt und will, dass er superhappy ist... daher bin ich ganz erschrocken über mich selbst.
Warum ich das aufschreibe? Weiß ich auch nicht... vielleicht weil ich wirklich sehr verwirrt über meine Gedanken bin!

Samstag, 23. Januar 2010

Immer noch viele Gedanken

Erstmal ein dicker Knuddler an Sissy.... ich habe versucht, bei Dir einen Kommentar zu hinterlassen, aber es geht grad nicht. Ich habs mit zwei Browsern versucht und sogar den Rechner neu gestartet, aber ich kann keinen Kommentar hinterlassen. Dein Post hat mich aber sehr berührt und ich hätte gern ein paar Worte dagelassen. Ich dachte immer, meine Familienverhältnisse sind schräg... aber es geht immer noch schlimmer. Eins ist aber ganz wichtig: Du kannst Dich ÜBERALL sehen lassen. Für Deine Familie kannst Du nichts und Du musst Dich ja für nichts schämen. Mir tut es leid, dass das mit dem Haus nicht klappt, aber wer weiß, vielleicht erfüllt sich Euer Traum doch noch!! Wunder geschehn... immer wieder!! Jawohl!
Und ansonsten bleibt mir nur noch, Dich virtuell zu drücken und wenn Du den ganzen Frust mal "weggesoffen" hast, dann geht`s Dir hoffentlich besser. Ich mach das auch manchmal und meistens hilft das sogar etwas!
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So, und nun zum eigentlichen Post. Ich bin nach wie vor recht nachdenklich und nicht wirklich zufrieden. Wie schnell sich Stimmungen doch ändern können. Letzte Woche war ich noch total euphorisch und superhappy. Im Moment fühle ich mich eher unterirdisch.
Der heutige Tag war bescheiden. Hatte Streit mit Schätzchen. Das kommt so gefühlte 3x im Jahr vor - daher kann ich damit nicht gut umgehen. Nun bin ich natürlich so vergnatzt, dass ein Einlenken nicht möglich ist, obwohl er schon drei Anläufe genommen hat, um es mir leicht zu machen. No chance. So bin ich. Ich kann stur sein. Morgen bin ich dann wieder brav!

Hab daher den Tag damit verbracht, über mich nachzudenken. Und hab mir soviele Sachen vorgenommen. Kennt Ihr das? Man denkt nach und würde am liebsten alle Gedanken auf kleine Post-Its schreiben, diese an der Wand festmachen und daraus einen Schlachtplan basteln! Eine Strategie entwickeln. Hätte gerade Lust, total neu durchzustarten - mit neuer Wohnung, neuem Job... alles neu.
Hab gestern "KeinOhrHasen" gesehen... da kam dieser Satz: "Wer als Single nicht glücklich ist, kann es auch nicht mit Partner sein." (oder so ähnlich) Und das stimmt. Ich persönlich erwarte viel zu viel von meinem Partner. Und ich war nie ein glücklicher Single. Eigentlich war ich auch nie lange ein Single, eben weil ich ohne Partner nie wirklich glücklich war, wenn auch nicht wirklich unglücklich. Es war eher so ein "Dazwischen". Jedenfalls ging mit diesem Film auch das Kopfkino los. Was ich nun so alles ändern will. Die Betonung liegt dabei auf "ich". Natürlich will ich mein Leben nicht total umkrempeln, weil ich eben ein recht schönes Leben habe und auch jetzt viele schöne Dinge mache und habe.

Aber ich habe auch vieles vernachlässigt. Zum Einen wären da Freunde. Ich hatte nämlich mal sehr viele Freunde, mit denen ich auch immer viel unternommen habe. Wenn ich jetzt mal ganz ehrlich in mich gehe und mal ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann ist von diesen Freunden nicht viel übrig geblieben. Es sind Bekannte geworden. Man freut sich, wenn man sich sieht, aber man vermisst sich auch nicht sonderlich, wenn man sich nicht sieht. Richtige Freunde kann ich an einer Hand abzählen. Aber selbst die vernachlässige ich ganz schlimm.
DAS MUSS ANDERS WERDEN.
Ich hatte letztes Jahr schon mal versucht, mich wieder mehr einzubringen, aber das ist dann auch ganz schnell wieder eingeschlafen. Das nehme ich wieder in Angriff.

Familie... auch vernachlässigt. Mit meiner Schwester bin ich nicht sonderlich dicke. Ich halte es eigentlich in ihrer Nähe kaum aus, denn ihr Lebensstil ist nicht meiner, ihre Ansichten schon gar nicht. Wir waren schon immer eher - sagen wir mal gegensätzlich.
Aber schließlich hat sie Kinder - meine Neffen und meine Nichte. Einer meiner Neffen wohnt sogar hier in Berlin bei seinem Vater (das ist eine andere Geschichte) und ich sehe ihn nie. DAS MUSS ANDERS WERDEN. Ich muss mich einfach ein bisschen mehr um ihn kümmern. Genauso wie um meine Nichte. Hatte ich auch letztes Jahr schon in Angriff genommen und auch das ist sehr schnell eingeschlafen.
Auch um meinen Papa muss ich mich mehr kümmern. Die Einzige, die sich nicht beschweren kann, ist meine Mama. Aber da habe ich so eine natürliche Sehnsucht in mir, weil sie eben einfach alles für mich ist - da besteht keine Gefahr, dass ich sie vernachlässige, obwohl ein paar Besuche mehr sicher auch nicht schaden könnten.

Und last but not least: ich! Ja, auch um mich muss ich mich besser kümmern. Mehr schauen, was ich will und was mich glücklich macht. Meine Abnehmerei endlich mal zu einem Ende bringen, mein Studium fertig machen, einen neue Herausforderung finden - all dies steht dieses Jahr auf dem Plan!

So, nun habe ich meine gedanklichen Post-Its hier aufgeschrieben. Eine Strategie ist daraus nicht geworden, aber ein Anfang. Und nun würde ich gern wieder fröhlich sein und aufhören, ständig über irgendwas nachzudenken!!!!

Donnerstag, 21. Januar 2010

Beziehung

Irgendwie bin ich grad ein bissi auf dem Psychotrip. Um mich herum passiert soviel, das mich zum Nachdenken bringt. Sei es diverse Hochzeiten, Schwangerschaften, Aufstiege - und da sitz ich nun oft und denk mir: ja, und bei mir?

Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit meiner Beziehung. Ich habe wirklich Glück gehabt bei meinem Schätzchen. Er kocht, geht einkaufen und denkt auch immer an mich. Es sind so Kleinigkeiten, die mir zeigen, dass es so ist. Es steht immer MEIN Wasser da, MEIN Joghurt ist im Kühlschrank, MEIN Optiwell wird mitgebracht und und. Er ist wirklich ein Schätzchen.
Dazu kommt das Wichtigste: wir lieben dieselbe Musik. Wir gehen viel gemeinsam auf Konzerte und Parties und verbringen sowieso viel Zeit miteinander. Also das bisschen freie Zeit, was man so mit Vollzeitjob und Abendstudium eben hat.
Noch ein ganz wichtiger Punkt: wir lieben es, zu reisen und haben auch in etwa dieselben Vorstellungen, wie ein perfekter Urlaub aussehen muss. Passt also alles.

Und dennoch: da ist etwas, das mich manchmal beunruhigt, was mich zweifeln lässt, ob er denn tatsächlich wirklich der Richtige für mich ist. Und natürlich schiebe ich diese Gedanken SOFORT zur Seite, aber nun will ich sie mal irgendwie "zu Papier bringen", um herauszufinden, was das für Zweifel sind.

Thema Zukunft: in den letzten 4 Jahren hat mein Schätzchen immer so laut geschrien, dass er keine Kinder will, dass ich gar nicht mehr herausfinden kann, was ich eigentlich will. Ich mag Kinder schon, kann mir aber nicht vorstellen, selbst eins zu haben, weil ich dafür doch ein Stück weit zu egoistisch bin. Aber stimmt das? Will ich wirklich keine Kinder oder will ich keine, weil er keine will? Es gelingt mir beim besten Willen nicht, das herauszufinden.

Thema Heirat: ich geb`s zu: ich möchte unglaublich gern heiraten. Aber bei diesem Thema bin ich erzkonservativ. ICH möchte gefragt werden. Und Schätzchen weiß auch, dass ich mir das wünschen würde. Er macht aber keine Anstalten. Andererseits lässt er manchmal so Sprüche fallen, die vermuten lassen, dass er doch die Absicht hat, mir die Frage zu stellen. Ich bin nun aber schon 32 Jahre alt und ich möchte nicht erst dann heiraten, wenn ich alt und runzlig bin - wenn ich für ein supertolles Kleid zu alt bin und eigentlich nur noch ein Kostümchen in Frage kommt. ;o))

Also das ist eben die entscheidende Frage, die ich mir stelle: wollen wir dasselbe von der Zukunft oder nicht? Ist auch nicht so, dass ich nicht schon mit ihm drüber gesprochen habe, aber ich will ihn ja auch nicht unter Druck setzen. Er soll gewissen Sachen ja auch wollen und nicht nur mitmachen, weil er mir gefallen will. Im Moment dramatisiere ich das vielleicht alles ein bisschen, weil ich gerade ein bisschen sensibel bin, aber letzten Endes hab ich ein bisschen Bedenken, dass ich einfach nicht wahrhaben will, dass er es vielleicht doch nicht ist. Also der Mann für`s Leben. Andererseits kann ich mir keinen besseren Partner vorstellen. Ach... ist schon alles nicht so einfach. Ich glaube, ich denk später nochmal drüber nach!

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Gegen Menschen?

Da fällt mir auch schon das erste Thema ein, über das ich schreiben kann.
Ich war Anfang dieser Woche auf einem Punk-Konzert. Ja.. DAS ist meine Musik - unter anderem. Jedenfalls war da so ein Mädel, schätzungsweise so Anfang 20. Als ich Anfang 20 war hatte ich so ne Jeansweste mit nem riesigen Rückenaufnäher drauf. Darauf war eine Faust zu sehen, die ein Hakenkreuz zerschlägt und wo "Gegen Nazis" draufstand. Ja, damals war ich auch noch in der Antifa, aber das ist ein anderes Thema. Naja, also dieses Mädel war punkig gekleidet und hatte lustige Haare - so wie ich damals eben auch. Und sie hatte auch eine Jeansweste mit einem Rückenaufnäher an, der auch eine Faust drauf hatte - allerdings schlug diese auf Menschen und hatte den Spruch "Gegen Menschen" drauf.

Was will uns dieser Rückenaufnäher sagen? Ich bin jetzt gegen Menschen. Also auch die, die mir am Herzen liegen? Gegen meine Mutter, meinen Freund, meine Freunde? Gegen die Menschen, die sich um mich sorgen und um mich kümmern? Oder bin ich mit so einem Rückenaufnäher nur gegen Menschen, die böse sind und die ich nicht leiden kann?
Ich weiß es nicht. Mir war dieser Rückenaufnäher zumindest auf Anhieb unsympathisch. Sofort stellte ich mir die Frage, warum sie den trägt. Klar, ich hätte sie fragen können, aber wer hat schon Lust auf ne Bierflasche im Gesicht? ;o) Außerdem wird sich wohl niemand anderes außer mir Gedanken über diesen Rückenaufnäher gemacht haben. Ich frage mich nur, ob sie sich Gedanken darüber macht oder es "eben so trägt". Und da bin ich auch schon beim tieferen Sinn. Geht es nur noch darum, "dagegen" zu sein? Egal, um was es geht?
Seht Ihr... und das unterscheidet mich eben von diesem Mädchen. Ich habe nie etwas "eben so getragen", sondern war immer überzeugt. Obwohl ich ihr damit automatisch unterstelle, dass sie die Weste nicht aus Überzeugung trägt. Aber ich kann einfach nicht glauben, dass es jemanden auf dieser Welt gibt, der nicht zumindest einen Menschen hat, der ihm wichtig ist.

Und zum Thema "Gegen Menschen": auch ich könnte dies manchmal sagen, wenn ich mir die Welt so anschaue. Aber glücklicherweise gibt es da noch diese tollen Menschen um mich rum, die mich inspirieren, sich um mich kümmern, die da sind, wenn man sie braucht, ohne die die Welt einfach nicht dieselbe wäre - und solange es diese Menschen gibt, könnte ich eben nie gegen Menschen sein.