Montag, 26. April 2010

Lebensfreude..

.. ist eine Sache, die ich irgendwie nicht immer parat habe. Manchmal bin ich so zufrieden und happy und manchmal auch gar nicht... dazu muss es dann nicht mal einen Grund geben. Dabei kann man sich ganz schnell austricksen.. hab ich grad gemerkt.

Hab ja mal wieder ein Wochenende so vergammelt... ja okay.. war Samstag Abend zwar auf nem Konzert (Agnostic Front - jihaaa), aber das war es auch schon. Und das, obwohl draussen das schönste Wetter der Welt war. Aber ich konnte ja nicht weg, denn ich musste ja meine Diplomarbeit schreiben. Hab ich zwar nicht, aber hätte ja sein können, dass ich auf einmal anfangen will. Naja.. ist nicht das erste Wochenende, das ich vergammelt habe. Ich bin Weltmeister im Sofa Kartoffel spielen. Dumm nur (oder auch nicht), dass man dabei soviel Zeit zum Nachdenken hat.

Und da hab ich mehrfach über meinen letzten Post hier nachgedacht. Das Problem, das ich habe, ist gar nicht nur der Job, den ich jetzt mache. Es gibt Leute, die Sekretärin sind und sehr ausgelastet, weil sie eben viele spannende Aufgaben haben. Meine Mama zB.. sie hat ihre eigenen Projekte, ist für ganz viel verantwortlich und hat herausfordernde Arbeitstage. Ich leider nicht. Ja manchmal... aber das ist zu selten.
Dann ist es auch so, dass ich das, was ich tue, gern abwerte... ich erinner mich noch gut an mein Mitarbeiterbeurteilungs-Gespräch letzten Monat. Meine Chefin hat mich über den Klee gelobt und ich wollte die ganze Zeit nur sagen: "Das kann doch aber jeder." Und wenn ich mich mal hinsetze und ne Liste meiner Aufgaben schreibe (hab ich jetzt gemacht, weil ich ja demnächst nen Zeugnis kriege, wenn ich den Job wechsele), dann ist da doch einiges dabei, was vielleicht doch nicht ganz so ohne ist. Außerdem habe ich auch schon zwei Personen an dem Job scheitern sehen... d.h. ich fühle mich nur deswegen so mies, weil ich das, was ich mache, nicht mit Herzblut mache... dazu kommt wahrscheinlich, dass ich mich mittlerweile als so durchschnittlich betrachte, dass ich mich durch meinen Job aufwerten will. Was Schwachsinn ist, denn ich bin gar nicht durchschnittlich. Ich habe Leidenschaften, engagiere mich und versuche, ein möglichst guter Mensch zu sein. Das zählt doch auch irgendwie, oder?

Naja.. nun zu dem Austricksen. Vorhin war ich mal wieder voll mies drauf, weil ich eben wieder nicht das durchgezogen habe, was ich mir vorgenommen hatte und auch diättechnisch wieder mal in den Abgrund geblickt habe... und dann habe ich alle Balkontüren aufgerissen und bin auf`s Laufband... hab mich richtig ausgepowert und seither sprühe ich wieder vor Energie! Hab mir grad eine kleine Liste geschrieben, die ich nach und nach abhaken kann... und bin mir sicher, dass ich das nun richtig durchziehen werde. Werde zwar Tag und Nacht schreiben müssen, aber ich kriege diese dämliche Arbeit "von die Füße". Und Sport werde ich auch machen... denn der tut so gut. Muss ja nicht mal lange sein... 40 min. am Tag reichen schon völlig aus und die sollte man doch schaffen.

Außerdem spielen morgen Pennywise und darauf freue ich mich schon wie Hulle. Zwar haben sie grad einen Sänger, dem ich nicht auf`s Fell gucken kann, aber er kann nicht so schlecht sein, dass er es schafft, diese wundervollen Songs kaputt zu machen.
Das neue Sick Of It All-Album ist auch extraklasse und bereitet mir gerade immense Freude. Dabei muss man einfach Power und gute Laune kriegen.
Und das Allerbeste: eine meiner damaligen Lieblingsbands haben sich wieder vereint: WIZO! Lustig ist, dass ich mich grad vor kurzem an sie erinnert habe und nun vor zwei Tagen erfahren habe, dass sie ein neues Album machen... und sie spielen auf ein paar Festivals... juchhu!
Sowas macht mich wirklich glücklich. Also so richtig glücklich! Hab da noch ein paar Kandidaten auf meiner Liste, die sich gern wieder vereinen dürfen... aber das ist schon mal eine gute Nachricht.

Also.. Lebensfreude ist zurück. Und das gibt mir nun genug Kraft, die große Aufgabe zu meistern... und schon nächste Woche werde ich in London meinen Erfolg feiern können. Ich freu mich schon so drauf.

Freitag, 23. April 2010

Wieso kann ich mich nicht freuen?

Kennt das jemand? Man arbeitet auf etwas Bestimmtes hin, redet sich heiß, macht sich Gedanken und dann ist der Tag da, wo es in Erfüllung geht. Und in Euch nur Leere... kennt das jemand?

Was soll ich sagen? Schon zur Zeit als ich mein Abi gemacht habe, wusste ich nicht, was ich beruflich machen wollte. Da war mein Kindheitstraum, Journalistin zu werden. Bereits mit 13 habe ich für "echte" Zeitungen geschrieben und das als freie Mitarbeiterin über Jahre weiter gemacht. Mit 18 war mir dann klar, dass ich das eben nicht den Rest meines Lebens machen wollte. Überhaupt war mir total klar, was ich NICHT machen wollte, aber eben nicht, was ich wollte.
Also bin ich erstmal für 13 Monate als Au-Pair in die USA gegangen... Zeit schinden sozusagen.

Zurück zu Hause musste ich ja nun mal irgendwas anfangen. Also habe ich ein Studium angefangen: Anglistik, Germanistik, Psychologie (dann zu Soziologie gewechselt). Ich war die schlechteste Studentin der Welt... nicht, weil ich dumm war, sondern faul wie sonstwas. Vorlesungen vor 11 Uhr morgens? Mit mir doch nicht... Parties bis 7 Uhr morgens? Gerne doch! :o) Wenn es mal ernst wurde und ich einen Schein machen musste, was Arbeit bedeutete, habe ich den Kurs gewechselt... nach 2 Jahren habe ich gemerkt, dass es so nicht weitergehen kann. Ich sah mich schon mit 30 immer noch im Grundstudium hindümpeln. Also habe ich mir nen Ausbildungsplatz in Hannover gesucht, den ich nach 1 Woche abgebrochen habe, weil ich mich so unwohl gefühlt hatte.

Da war ja noch ne Leidenschaft: Musik und Konzerte. Und dann kam sie.. die Chance. Eine Eventagentur hat ne Auszubildende gesucht und mich haben sie genommen! Da war ich nun drin im Prozess... auf dem besten Weg dazu, Bürokauffrau zu werden. Und wenn ich etwas NICHT wollte, dann eben ne "Tippse" werden. Aber der Job war ein Traum. Von Anfang an war ich in den Projekten drin. Das war kein "Tippsen"-Job... das war echt cool! Veranstaltungen organisieren und betreuen.. unterwegs sein... herrje... det war dufte. Ausbildung nach verkürzter Zeit abgeschlossen, Job weitergemacht.

Und dann? Hab ich mich verliebt... in jemanden, der ganz woanders wohnte und ich bin kein Typ für ne Wochenendbeziehung. Und ich war noch selbstbewusst und dachte, ich kann alles schaffen. Bin davon ausgegangen, dass der Wechsel in die Großstadt mir noch nen viel besseren Job bringen würde. ABER ganz schnell war klar, dass Bürokauffrau nunmal bedeutet, Sekretärin oder Assistentin zu sein - im Normalfall zumindest. Versteht mich nicht falsch. Nichts gegen diesen Job, aber ich hab sie einfach nicht, diese unterwürfige Mentalität, dieses "Mutti sein" für alles und jeden. Dennoch hatte ich zumindest immer (also zweimal) - bis auf eine Ausnahme - Glück mit den Firmen, für die ich arbeitete. Dir Firma, in der ich jetzt arbeite, liebe ich. Meine Kollegen sind toll, meine Chefin an sich auch... das Arbeitsklima ist einfach genial. Aber der Job an sich war nie die große Erfüllung für mich. Ich hatte nie lange Spass dran, bin unterfordert, langweile mich oft... und bin so manches Mal sehr frustriert gewesen. Es gibt Tage, an denen koche ich den ganzen Tag Kaffee und räume Konferenzräume auf, dann gibt es Tage, wo mir so langweilig ist, weil ich einfach nichts zu tun habe und dann gibts die Tage, die richtig gut sind - wo ich gefordert werde und mein Hirn anstrengen muss (die sind aber in der Minderzahl).

Also dachte ich mir vor 2,5 Jahren, dass ein Abendstudium genau das Richtige wäre, um einen intellektuellen Ausgleich zu haben. Letztes Jahr der erste Abschluss. In meiner Firma passierte nichts! Keiner kam auf die Idee, ich könnte ja vielleicht was anderes machen. Nun stehe ich kurz vorm Betriebswirt und was ist? Ich habe einen neuen Job! Es wurde extra für mich eine unbefristete Stelle geschaffen. Ich werde in 1,5 Monaten als Projektmanagerin im Marketing arbeiten, eine internationale Abteilung - genau, was ich wollte. Und ich kann mich einfach nicht richtig drüber freuen.
Da jammere ich seit 2 Jahren rum, dass ich gern was anderes machen möchte, eine neue Herausforderung möchte, keinen Kaffee mehr kochen will, Meetings haben will, auf Dienstreisen gehen möchte und und. Geldmäßig kann ich mich auch jetzt nicht beschweren, aber das ist eben nicht alles. Das war für mich nie der Anreiz.. ich wollte auf Augenhöhe mit meinen Kollegen sein. Nun ist es soweit und ich kann mich nicht richtig freuen. Und das finde ich merkwürdig, das finde ich so Schade, denn ich allein habe mir das erarbeitet. Habe Abende an der Uni verbracht, habe einiges an Kohle investiert, habe Wochenenden durchgelernt, hatte unglaublichen psychischen Druck. Nun habe ich, was ich wollte und in mir nur Leere. Ich kann mir das einfach nicht erklären, denn ich möchte eigentlich ausflippen vor Freude.

Naja.. vielleicht kommt das noch. Jetzt muss ich erstmal meine Diplomarbeit fertig schreiben. Heute in zwei Wochen habe ich sie nämlich schon abgegeben... und es ist nach wie vor viel zu tun...

Dienstag, 13. April 2010

Experimente

Und ich experimentiere weiter. Diesmal eher unfreiwillig, denn die Party letzten Samstag wollte ich eigentlich canceln. Da es aber leider zu meiner Natur gehört, Angst zu haben, was zu verpassen, habe ich die Party mitgenommen.

Also diesmal hab ich doch etwas zugenommen. Habe zwar kh-frei gegessen, aber wahrscheinlich zu wenig Bewegung gehabt. Normalerweise habe ich ja den ganzen Weg zur S-Bahn, dann rocken auf`m Konzert und manchmal auch den Weg zurück. Diesmal habe ich ja den ganzen Abend rumgesessen, weil das da nicht anders ging.
Und dann am Sonntag noch Geburtstagsgrillen bei meiner Freundin - kh-frei gegessen (funktioniert übrigens super beim Grillen), aber ne ganze Menge und abends noch ein bisschen Schoki - jedenfalls habe ich heute 700g mehr als Samstag. Ich bin mir aber sehr sicher, dass ich an diesem Samstag trotzdem ein Minus haben werde, weil ich ja unter der Woche diszipliniert bin!

Generell habe ich aber herausgefunden, dass das mit dem Alkohol und der kh-freien Ernährung funktioniert, wenn man nicht abnehmen will, sondern halten will. Das finde ich echt super... so muss ich keine Angst mehr vor der Fussball WM haben. :o)

Donnerstag, 1. April 2010

Und weiter Low Carb..

Also ich muss ja sagen, dass ich mich geirrt habe... so vor ein paar Wochen, als ich noch sagte "Ich könnte ja nie ohne Brot, Kartoffeln und Reis". Das stimmt gar nicht. Ich kann und es fällt mir gar nicht mal schwer. Wenn ich jetzt noch eine Idee kriege, wie ich das viele Fleisch und die viele Wurst ersetzen kann, dann wäre mir geholfen. Aber es ist auch nicht so, dass ich von KH-Gerichten phantasiere oder gar von Süßigkeiten... Erschreckend, oder?

Ich arbeite in einem Süßwarenkonzern... und bei uns liegen Süßigkeiten ÜBERALL rum. Bisher war ich nur schwer in der Lage, diesem Übel aus dem Weg zu gehen. Im Laufe des Tages kam da so einiges an "kleinen Hapsen" zusammen. Und jetzt stören mich diese fiesen kleinen Zucker- und Fettbomben überhaupt nicht mehr. Noch besser: ich war gestern Ostersüßigkeiten shoppen. Früher war mein erster Gedanke, dass ich das oder das sofort probieren muss, weil das gibt`s ja so selten. Nun nicht mehr. Das Zeug liegt da rum und kratzt mich nicht die Bohne. Das ist wirklich unglaublich.
Will damit aber nicht sagen, dass ich es mir nicht ab und zu erlauben würde, zu naschen. Soweit bin ich aber noch nicht... würde sagen, noch lange nicht. :o)

Und mein Experiment läuft weiter. Letzten Donnerstag war ich auf nem Konzert (Smoke Blow) und es gab Bier.. an den nächsten Tagen keine riesige Zunahme, da kh-frei gegessen. Am vergangenen Montag war ich mal wieder auf nem Konzert (Suicidal Tendencies - falls es jemanden interessiert :o)) und habe natürlich die übliche Menge an Bier vernichtet.. hey, ich kann nichts dafür. Kaum hab ich nen Becher leer, drückt mir einer der Begleiter wieder einen neuen in die Hand. Ich bin gut erzogen und kann so schlecht ablehnen. ;o)
Naja... auf jeden Fall habe ich sowohl an diesem Tag als auch an den nächsten Tagen keine Kohlenhydrate gegessen (bis auf eine Scheibe Brot in der Nacht... es war aber dunkel - hat keiner gesehen). Und diesmal wieder keine große Zunahme.
Also ich glaube low carb und Alkohol funktioniert. Aber ich werde das weiter beobachten. Man nimmt dann zwar nicht ab, aber wenigstens auch nicht zu. Und das ist doch schon was. Das freut mich echt, denn ich muss ja von meinem normalen Lebenswandel ausgehen und nicht von einer Diätphase... und zu meinem normalen Lebenswandel gehört eben Alkohol hier und da... mal Wochen und Monate gar nichts, dann wieder mal ein bissi mehr.

So, aber die nächste Herausforderung lauert schon "umme Ecke": Ostern. Ich werde seit 5 Monaten meine Mama mal wieder sehen und freue mich darauf, verwöhnt zu werden. Es wird Kuchen geben, frische Brötchen und dies und das. Und wisst Ihr was? Ab Samstag kenne ich das Wort Kohlenhydrate nicht mehr. Ich werde sehen, wie mein Körper (bzw. meine Waage) reagiert. Mal sehen, wieviel ich zunehme und wie schnell ich es wieder loswerden kann. Was tu ich nicht alles für ein gutes Experiment. :o)

Samstag und Sonntag steht ganz im Zeichen der Familie... und in unserer Familie gehört Essen zu einem Treffen dazu. Und ich will auch gar nicht, dass sich das ändert, denn ich liebe es, morgens wach zu werden und schon riecht die Wohnung nach frisch gebrühtem Kaffee und lecker aufgebackenen Brötchen... und das Allerbeste: meine Mama wird da sein! Ich freu mich schon soooo riesig drauf!

In diesem Sinne: ich wünsche allen ganz tolle Ostern!