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Freitag, 18. Juni 2010

Durcheinander

Ich stecke (mal wieder) in einer kleinen Krise und krieg mich (mal wieder) nicht auf die Reihe.

Die Sache mit unserem Hundchen tut unendlich weh und irgendwie will es auch nicht wirklich besser werden. Gestern Abend war es wieder so schlimm. Auch wenn ich ihn nicht mehr jeden Tag gesehen habe, so war es doch mein Hundchen, den ich so liebe. (und immer lieben werde)
Jetzt hab ich ständig dieses Bild im Kopf, wie er in der kalten Erde liegt und von Viechern angeknabbert wird. Das macht mich irre.

Dann die Sache mit dem neuen Job... ich hatte nun erst zwei Einarbeitungstage und stehe dem Ganzen irgendwie sehr negativ gegenüber und finde das eben von mir nicht gut. Meine Kollegin, die meinen Job übernehmen sollte, hat ja nun gekündigt und so werde ich noch weiter meinen alten Job machen. Nächste Woche gehts ja erstmal in den Urlaub und danach werde ich dann vormittags in der alten Abteilung sein und nachmittags in der neuen. Aber diese Abteilung scheint so ganz anders zu sein als meine jetzige. Hier ist alles sehr familiär und herzlich... wir können uns (fast) alle richtig gut leiden. Drüben hab ich ein anderes Gefühl. Allerdings kann ich das noch gar nicht beurteilen. Ich rede mir das irgendwie schlecht.
Der Job an sich ist sehr kompliziert. Es wird echt ne Weile dauern bis ich da halbwegs drin sein werde. Es ist viel und ganz anders als das, was ich bisher gemacht habe. Was ja eigentlich schön sein sollte, aber irgendwie werde ich dort genau das machen, was ich eigentlich nie wollte. Schon wieder. Wieso mach ich das nur?
Also wie gesagt: ich rede mir das selber total schlecht, weil ich eigentlich noch gar nichts beurteilen kann. Und das finde ich echt ätzend, weil ich mir wieder selbst eine Krise einrede.

Dann nächste Woche dieser blöde Workshop, der mir gar nichts bringen wird. Zwei Tage weg und wofür? Das wüsste ich auch gern. Dabei bin ich gerade so liebebedürftig und möchte gern möglichst viel Zeit mit Schatzi verbringen. Das nervt mich jetzt schon echt. Aber an sowas muss ich mich eh gewöhnen. Werde ja nun viel mehr reisen müssen und das wird sich wohl kaum nach meinen Stimmungen richten.

Am Wochenende muss ich auch noch meine Abschlusspräsentation vorbereiten. In zwei Wochen ist die Prüfung. Darauf freue ich mich schon. Werde zwar aufgeregt sein, aber dann hab ich es endlich geschafft. Drei Jahre Abendstudium kann ich dann hinter mir lassen... war ja doch ne emotionale Belastung, wenn ich auch nicht soviel Energie reingesteckt habe, wie ich vielleicht hätte sollen.

Naja... ich komm ja wieder raus aus der Stimmung, aber momentan läufts wieder nicht so richtig rund. Aber nächsten Freitag steigen mein Schätzchen und ich ins Auto und fahren erstmal schön weg: erst in die Pfalz zur Hochzeitsfeier, dann weiter nach Frankreich und Luxemburg, dann kommen wir wieder nach Berlin und dann gehts auf unser geliebtes With Full Force-Festival. Da spielen dann auch meine Helden und auf die freu ich mich schon.
Werde mich also mal auf die schönen Dinge konzentrieren. Und wenn ich dann wieder da bin, dann starte ich voller Elan durch und guck mir die positiven Seiten des neuen Jobs mal etwas genauer an!

In diesem Sinne... packen wir es an!

Freitag, 23. April 2010

Wieso kann ich mich nicht freuen?

Kennt das jemand? Man arbeitet auf etwas Bestimmtes hin, redet sich heiß, macht sich Gedanken und dann ist der Tag da, wo es in Erfüllung geht. Und in Euch nur Leere... kennt das jemand?

Was soll ich sagen? Schon zur Zeit als ich mein Abi gemacht habe, wusste ich nicht, was ich beruflich machen wollte. Da war mein Kindheitstraum, Journalistin zu werden. Bereits mit 13 habe ich für "echte" Zeitungen geschrieben und das als freie Mitarbeiterin über Jahre weiter gemacht. Mit 18 war mir dann klar, dass ich das eben nicht den Rest meines Lebens machen wollte. Überhaupt war mir total klar, was ich NICHT machen wollte, aber eben nicht, was ich wollte.
Also bin ich erstmal für 13 Monate als Au-Pair in die USA gegangen... Zeit schinden sozusagen.

Zurück zu Hause musste ich ja nun mal irgendwas anfangen. Also habe ich ein Studium angefangen: Anglistik, Germanistik, Psychologie (dann zu Soziologie gewechselt). Ich war die schlechteste Studentin der Welt... nicht, weil ich dumm war, sondern faul wie sonstwas. Vorlesungen vor 11 Uhr morgens? Mit mir doch nicht... Parties bis 7 Uhr morgens? Gerne doch! :o) Wenn es mal ernst wurde und ich einen Schein machen musste, was Arbeit bedeutete, habe ich den Kurs gewechselt... nach 2 Jahren habe ich gemerkt, dass es so nicht weitergehen kann. Ich sah mich schon mit 30 immer noch im Grundstudium hindümpeln. Also habe ich mir nen Ausbildungsplatz in Hannover gesucht, den ich nach 1 Woche abgebrochen habe, weil ich mich so unwohl gefühlt hatte.

Da war ja noch ne Leidenschaft: Musik und Konzerte. Und dann kam sie.. die Chance. Eine Eventagentur hat ne Auszubildende gesucht und mich haben sie genommen! Da war ich nun drin im Prozess... auf dem besten Weg dazu, Bürokauffrau zu werden. Und wenn ich etwas NICHT wollte, dann eben ne "Tippse" werden. Aber der Job war ein Traum. Von Anfang an war ich in den Projekten drin. Das war kein "Tippsen"-Job... das war echt cool! Veranstaltungen organisieren und betreuen.. unterwegs sein... herrje... det war dufte. Ausbildung nach verkürzter Zeit abgeschlossen, Job weitergemacht.

Und dann? Hab ich mich verliebt... in jemanden, der ganz woanders wohnte und ich bin kein Typ für ne Wochenendbeziehung. Und ich war noch selbstbewusst und dachte, ich kann alles schaffen. Bin davon ausgegangen, dass der Wechsel in die Großstadt mir noch nen viel besseren Job bringen würde. ABER ganz schnell war klar, dass Bürokauffrau nunmal bedeutet, Sekretärin oder Assistentin zu sein - im Normalfall zumindest. Versteht mich nicht falsch. Nichts gegen diesen Job, aber ich hab sie einfach nicht, diese unterwürfige Mentalität, dieses "Mutti sein" für alles und jeden. Dennoch hatte ich zumindest immer (also zweimal) - bis auf eine Ausnahme - Glück mit den Firmen, für die ich arbeitete. Dir Firma, in der ich jetzt arbeite, liebe ich. Meine Kollegen sind toll, meine Chefin an sich auch... das Arbeitsklima ist einfach genial. Aber der Job an sich war nie die große Erfüllung für mich. Ich hatte nie lange Spass dran, bin unterfordert, langweile mich oft... und bin so manches Mal sehr frustriert gewesen. Es gibt Tage, an denen koche ich den ganzen Tag Kaffee und räume Konferenzräume auf, dann gibt es Tage, wo mir so langweilig ist, weil ich einfach nichts zu tun habe und dann gibts die Tage, die richtig gut sind - wo ich gefordert werde und mein Hirn anstrengen muss (die sind aber in der Minderzahl).

Also dachte ich mir vor 2,5 Jahren, dass ein Abendstudium genau das Richtige wäre, um einen intellektuellen Ausgleich zu haben. Letztes Jahr der erste Abschluss. In meiner Firma passierte nichts! Keiner kam auf die Idee, ich könnte ja vielleicht was anderes machen. Nun stehe ich kurz vorm Betriebswirt und was ist? Ich habe einen neuen Job! Es wurde extra für mich eine unbefristete Stelle geschaffen. Ich werde in 1,5 Monaten als Projektmanagerin im Marketing arbeiten, eine internationale Abteilung - genau, was ich wollte. Und ich kann mich einfach nicht richtig drüber freuen.
Da jammere ich seit 2 Jahren rum, dass ich gern was anderes machen möchte, eine neue Herausforderung möchte, keinen Kaffee mehr kochen will, Meetings haben will, auf Dienstreisen gehen möchte und und. Geldmäßig kann ich mich auch jetzt nicht beschweren, aber das ist eben nicht alles. Das war für mich nie der Anreiz.. ich wollte auf Augenhöhe mit meinen Kollegen sein. Nun ist es soweit und ich kann mich nicht richtig freuen. Und das finde ich merkwürdig, das finde ich so Schade, denn ich allein habe mir das erarbeitet. Habe Abende an der Uni verbracht, habe einiges an Kohle investiert, habe Wochenenden durchgelernt, hatte unglaublichen psychischen Druck. Nun habe ich, was ich wollte und in mir nur Leere. Ich kann mir das einfach nicht erklären, denn ich möchte eigentlich ausflippen vor Freude.

Naja.. vielleicht kommt das noch. Jetzt muss ich erstmal meine Diplomarbeit fertig schreiben. Heute in zwei Wochen habe ich sie nämlich schon abgegeben... und es ist nach wie vor viel zu tun...

Montag, 18. Januar 2010

Blogdepp

Ja.. das bin ich. Ich frage mich so langsam, warum ich überhaupt einen Blog eröffnet habe, denn eigentlich bin ich wohl eher ein stummer Blogger. Herrje... wenn ich mal freie Zeit habe, dann verbringe ich sie über meinen Marketing-Skripten oder auf der Couch. An den Rechner zieht mich zu Hause so gar nichts und wenn denn doch mal, dann hauptsächlich zum Lesen. Ich bin bei so gut wie allen Blogs auf Stand - nur das mit dem Schreiben funktioniert grad nicht wirklich! *schäm*

Daher mal ein kurzer Rückblick auf die letzte Woche. Da habe ich ziemlich viel gearbeitet - war immer recht lange im Büro. Wenn nicht im Büro, dann hatte ich Abenduni. Es gab also keinen Abend, an dem ich mal vor 20 Uhr zu Hause war. Und das, wo ich spätestens um 06.45 Uhr das Haus verlasse. Der lange Weg zur Arbeit nervt mich mal mehr, mal weniger - im Moment wieder mehr.
Essenstechnisch habe ich ganz gut wieder reingefunden. Abends habe ich wieder SlimFast-Shakes getrunken oder gar nichts mehr zu mir genommen. Leider geht auf der Waage noch nicht allzu viel, aber ich hatte letzte Woche wohl doch noch zuviel Süßes und dazu keinen Sport.
Erst gestern habe ich es mal wieder für wahnsinnige 40 Minuten auf`s Laufband geschafft.

Highlight letzte Woche: letzte Abendvorlesung. Da ich ausreichend Credits habe (habe die letzten Semester vorgearbeitet), muss ich im nächsten Semester nicht ein Fach belegen... also es gibt ein Pflichtfach - in diesem ist die Prüfungsleistung das Exposé zur Diplomarbeit, welches sowieso mein Dozent bewertet und daher muss ich dort nicht hingehen! Ist das nicht irre toll? Nie mehr abends stundenlang an der Uni hängen.
Kann mich also nur um meine Arbeit kümmern und umso näher das rückt, umso mehr Schiß habe ich davor. Ich hab Panik, dass ich das nicht gebacken bekomme, dass die Arbeit nicht gut genug und nicht tiefsinnig genug wird. Horror!! Mein Horror!! Hab schon mal ein Studium abgebrochen, weil ich Panik vor der Magisterarbeit hatte. Aber nun bin ich ja ein paar Jahre älter und gebe nicht mehr so einfach auf. Dafür hab ich auf zuviel verzichtet und auch zuviel Geld investiert.

Tiefpunkt letzte Woche: ich hatte eine interne Bewerbung zur Personalreferentin laufen. Leider war die Stelle schon längst vergeben. Das war sehr ärgerlich. Aber das Timing wäre jetzt eh eher schlecht - von daher denke ich, dass es so sowieso besser ist. Und ich warte auf die nächste Chance.

Beziehungstechnisch bin ich grad nicht so wahnsinnig zufrieden. Wir leben so ein bisschen nebeneinander her, es passiert nichts Aufregendes - ich sehne mich mal wieder nach Ausbruch. Brauch mal wieder Zeit für mich. Also so richtig weg - ich will mein Schätzchen vermissen und mich nach ihm verzehren. :o) Plane das erste Februarwochenende für einen Ausflug nach Hause. Das tut immer gut. Wir hingen uns in den letzten Wochen einfach zu sehr auf der Pelle - eine kurze Auszeit wird uns beiden gut tun! Ich brauche das ab und zu - formuliere es zu Hause natürlich anders. ;o)

Tiefpunkt diese Woche: Freitag hat meine Lieblingskollegin S. ihren letzten Tag. Ich hab jetzt schon nen Hals, wenn ich daran denke. Jedes Mal nimmt es mich so mit, wenn ich mich von liebgewonnen Kollegen trennen muss. Wir sind aber auch eine ganz besondere Abteilung. Kommen echt gut miteinander aus, man macht privat was zusammen, man schüttet sich gegenseitig das Herz aus und motiviert einander, wenn man es braucht. Nun gibt es ja Kollegen, die man mehr mag und S. gehört definitiv dazu! Sie ist so eine liebe Person und macht auch ihren Job sensationell gut.
Im Dezember musste ich mich schon von 3 anderen Top-Kollegen trennen. Aber die sind wenigstens immer noch in der Firma... haben nur die Abteilung gewechselt. S. wird ganz weggehen, denn sie bekommt ihr drittes Baby. Ich freu mich für sie, aber ich bin trotzdem tieftraurig!

So, ich glaube, nun bin ich auch hier wieder auf Stand. Ich nehme mir auch fest vor, mehr zu schreiben und vor allem, auch mal wieder Kommentare bei den Bloggerfreunden zu hinterlassen! :o)

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Menno...und Jippie!

An meinen wenigen Posts hier kann man wohl erkennen, dass ich im Moment wenig Zeit für Internet & Co habe. Habe aus lauter Verzweiflung sogar schon mein Facebook-Profil gelöscht, weil ich die Mails einfach nicht bewältigen kann. Überlege sogar, auch mein MySpace-Profil zu löschen...

Ich habe aber angenehmen Stress - in der Firma gibt`s viel zu tun, die Tage sind ausgefüllt und machen Spaß!! Obwohl soviel zu tun ist, sind irgendwie alle bester Laune - Jahresendstimmung ist zu spüren.

Nur leider bin ich im Moment ein wenig "neben der Spur", was mein Abnehmprojekt angeht und auch was mein Uniprojekt angeht. Ich nehme mir nun seit 2 Tagen vor, nach Feierabend ein wenig zu sporteln und mich dann an meine "Strategisches Management"-Unterlagen zu setzen. Aber beides krieg ich nicht auf die Reihe. Am Mittwoch nächster Woche ist die Klausur und ich hab noch keinen Fatz gelernt. Ich sach nur eins: Theoriekram ohne Ende - Umweltanalyse, Unternehmensanalyse, Internationales Management und und und. Porter und McKinsey warten darauf, von mir auswendig gepaukt zu werden. Aber das Wochenende wird es bringen - ganz sicher! :o)

Dafür ist mir heute Nacht der Durchbruch gelungen. Ich muss ja nächstes Jahr meine Diplomarbeit schreiben und habe mir fest vorgenommen, noch vor dem Urlaub ein verbindliches Thema zu haben. Vorher musste ich mit mir aber noch die Frage klären, welche Fachrichtung es sein soll: Personal oder Marketing? Letzte Woche habe ich mir dann schon überlegt, dass es definitiv ein Marketing-Thema werden soll und heute Nacht ist mir ein Thema eingefallen: "Auswirkung von Line Extendern auf die Dachmarke am Beispiel von Werther`s Original". Naja, oder so ähnlich. Hab das mit meinem Kollegen vorhin schon besprochen und er findet das Thema gut und hat mir erste Tipps gegeben. Nun muss ich noch mit dem großen Chef klären, dass ich auch interne Daten nutzen kann und dann kann es losgehen.
Ach, und mein Lieblingsdozent muss noch bestätigen, dass er meine Arbeit betreut. Der hat nämlich kaum noch Kapazitäten und hat mir noch keine endgültige Zusage geschickt.

Also hier mein Fahrplan für`s letzte Uni-Semester:
Januar: Diplom-Exposé schreiben
Februar: Anmeldung Diplom-Arbeit
Februar-Mai: Anfertigen Diplom-Arbeit
Juni: Mündliche Prüfung

und dann: FERTISCH!!!!!!!!!!!!!!!!

Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie erleichtert ich bin, dass ich endlich nen Plan habe! Der wird durchgezogen - ohne Wenn und Aber!

In diesem Sinne: schönen Abend!

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Einfach mal Fresse halten

Manchmal könnte ich mich selber hauen. Gerade war wieder so ein Moment. Ich hab mich fürchterlich über meine Chefin aufgeregt. Das Wort Chefin beinhaltet ja schon das Vorkommen von Hormonen. Bei ihr wechselt die Stimmung manchmal stündlich und wenn sie sich nicht mehr unter Kontrolle hat, dann tut sie Dinge, die einfach unverschämt sind und nicht in ein Büro gehören. Diesmal hat sie sich nicht mir gegenüber dumm verhalten, sondern einer Kollegin, die gerade bei mir war. Jetzt bin ich solidarisch sauer.

Dafür könnte ich mich nicht hauen, sondern eher dafür, dass ich mich eben mit dieser Kollegin ausgetauscht habe und dabei etwas erwähnt habe, das ich eigentlich für mich behalten wollte. Verdammt... warum kann ich nicht einfach mal die Fresse halten?

*grummel*